Ich sammele schon seit mehreren Jahren begeistert Münzen und habe bereits mehrere Sammelalben mit Münzen aus der ganzen Welt zusammen getragen. Neben den kunstvollen Münzobjekten an sich interessiere ich mich zudem auch für die Entstehung des Geldes und die Geschichte der jeweiligen Münzmaterialien. Im alten Rom und im historischen Griechenland wurden so für die Herstellung von Münzen noch fast ausschließlich Gold, Silber, Kupfer und Bronze verwendet. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts änderten sich die für die Münzherstellung verwendeten Materialien jedoch, so dass ab diesem Zeitpunkt vorrangig Metalle wie Eisen, Nickel, Zink, Aluminium und auch Chromstahl verwendet wurden. Die modernen Metalle werden in der Münzherstellung heute jedoch in den meisten Fällen miteinander legiert, wobei Kupfer das wichtigste Bestandteil moderner Legierungen darstellt – es wirkt antibakteriell und kommt daher aus hygienischen Gründen bevorzugt zum Einsatz. Am häufigsten wird heute so Kupfernickel zur Herstellung von Münzen verwendet. Blei ist ebenfalls einmal als Münzmaterial getestet worden, hat sich aber aus gesundheitlicher Sicht nicht bewähren können. Grundsätzlich regelt hier der so genannte Münzfuß die Anteile des Edelmetalls, welcher auf analytischen Nachweisreaktionen beruht. In früherer Zeit wurde der Münzkurswert auch lange Zeit nach dem Metallwert bestimmt – diese Geldstücke tragen den Namen Kurantmünzen. Die Metallwert-Regelung wurde in der Vergangenheit auf alle Münzen aus Edelmetallen angewendet. Weiterhin gibt es zudem Schneidemünzen, deren Prägewert nicht am Wert des verwendeten Metalls gemessen wird. Alle gängigen Münzen aus dem aktuellen Umlauf zählen so zu den Schneidemünzen – ihr Wert wird durch staatliche Garantien abgedeckt. Modernes Geld kann aus diesem Grund auch als Kreditgeld bezeichnet werden. |